Auf Pflanzensuche zwischen Trockenwiesen und Fels
Bei sommerlichen Temperaturen startete Flora Raetica am 18. April 2026 mit einer Exkursion in die neue Saison. Sie führte nach Felsberg, mitten in artenreiche Trockenwiesen und felsige Lebensräume.
Unter der Leitung von Markus Bichsel und Andreas Gygax suchte die rund zwanzigköpfige Gruppe nach typischen Frühjahrsblühern. Während vier Teilnehmende sogenannte Blitzquadrate aufnahmen, vertieften sich die anderen in knifflige Artengruppen wie Hornkräuter (Cerastium) und Veilchen (Viola).
Botanische Höhepunkte bot der Auslaufbereich der Schutthalde Gross Rüfi mit Grauem Milchkraut (Leontodon incanus), Niederliegendem Heideröschen (Fumana procumbens) und Glänzendem Labkraut (Galium lucidum).
Lernen, entdecken, austauschen
Neben spannenden Pflanzenfunden bieten solche Exkursionen auch die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen. Melanie, die als Sozialarbeiterin arbeitet und wie viele der anderen Teilnehmenden Botanik als Hobby betreibt, sagt: «Ich treffe an den Veranstaltungen Gleichgesinnte – ideal, um voneinander Tipps zu erhalten.»
Auch Rita, Landschaftsarchitektin und von Beginn an bei Flora Raetica dabei, nutzt die gemeinsamen Exkursionen bewusst, um ihren Horizont zu erweitern: «So komme ich in Gebiete, die ich sonst nie besuchen würde.» Und sie ergänzt: «Ich lerne auch botanisch immer etwas dazu.»
Gemeinsam unterwegs für die Flora Graubündens
Flora Raetica ist für Melanie ein inspirierendes Freizeitprojekt: «Es macht Spass und gibt mir Richtung und Struktur fürs Botanisieren. Oder, wie es Rita auf den Punkt bringt: «Eine gute Gruppe mit richtig guten Leuten – gemeinsam unterwegs für ein wunderbares Projekt.»
Die Exkursion war Teil der regelmässigen, kostenlosen Angebote von Flora Raetica. Die nächsten Exkursionen und Kartierwochenenden warten bereits – und mit ihnen viele weitere Entdeckungen.


