Callianthemum coriandrifolium, RautenblättrigeSchmuckblume im Safiental

Viel Entdeckergeist am Kartierwochenende im Safiental

Botanisieren zwis­chen Berg­wiesen und Schlucht­en

Ende Mai trafen sich 25 Mitar­bei­t­ende von Flo­ra Raet­i­ca zu einem Kartier­woch­enende im Safien­tal. Dabei bracht­en sie die Kartier­fortschritte in den 5×5‑km-Quadraten deut­lich voran. Im Quadrat Val Uastg ober­halb von Thalkirch stieg der Erfas­sungs­grad beispiel­sweise von 53 auf 63 Prozent.

Auch bei ver­schiede­nen Mis­sio­nen «Ent­deck­en» gelan­gen wichtige Nach­weise. So bestätigten die Teil­nehmenden die sel­tene Raut­en­blät­trige Schmuck­blume (Cal­lianthe­mum corian­dri­foli­um) bei der Giu­valp (vgl. Foto) und einen his­torischen Fund des Kies-Stein­brechs (Sax­ifra­ga muta­ta).

Ein weit­eres High­light war ein beson­ders vielfältiges Blitz­in­ven­tar mit Bach, Auen­wald, Trock­en­wiese und Wegsäu­men. Auf ein­er Fläche von 100 × 100 m erfassten die Kartieren­den nicht weniger als 198 Pflanzenarten.

Beson­ders erfreulich waren Beobach­tun­gen sel­tener oder bemerkenswert­er Arten wie der Deutschen Tamariske (Myri­caria ger­man­i­ca), der Weiss­filzi­gen Alpen­scharte (Saus­surea dis­col­or), des Alpen­rachens (Tozzia alpina) sowie ungewöhn­lich grosse Bestände der Echt­en Mon­draute (Botrychi­um lunar­ia).

Auf den Spuren der Walser

Zu den ein­drück­lich­sten Exkur­sion­szie­len gehörte die aussergewöhn­lich arten­re­iche Berg­wiese «Bär­gli» ober­halb der Alp da Sarn, ein­er einst ganzjährig bewohn­ten Walser­sied­lung. Der his­torische Zugang ist bis heute erhal­ten – steil, stel­len­weise aus­ge­set­zt und nur dank alter Karten und lokalem Wis­sen auffind­bar. Kaum vorstell­bar, dass hier einst Fam­i­lien lebten und Kinder täglich den beschw­er­lichen Schul­weg ins Tal zurück­legten.

Gemein­schaft und Begeis­terung

Neben den botanis­chen Fun­den und den ein­drück­lichen Land­schaften bot das Woch­enende im Safien­tal viel Raum für fach­lichen Aus­tausch, gegen­seit­ige Unter­stützung und gemein­sames Ler­nen.

Ein her­zlich­es Dankeschön an alle Teil­nehmenden für ihren Ein­satz. Dank ihres Engage­ments wächst das Wis­sen über die Pflanzen­welt Graubün­dens kon­tinuier­lich weit­er.

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